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MoĂźbach
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MoĂźbach ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte im thĂĽringischen Saale-Orla-Kreis.
Contents
• Geografie
• Geologie
• Nachbargemeinden
• Geschichte
• Verkehr
• Politik
• Wappen
• Flagge
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Geografie
MoĂźbach liegt mit dem eingemeindeten Ortsteil Reinsdorf in einer Mulde eines Hochplateaus des SĂĽdostthĂĽringer Schiefergebirges umrahmt von Wald und Seen der Seenplatte. AuĂźerdem durchschneidet die Bundesautobahn 9 die Gemarkungen beider Orte. Ăśber eine NahverkehrsstraĂźe sind die Orte gut zu erreichen.
Geologie
Sowohl die Gemarkung von Moßbach als auch die von Reinsdorf liegen im Südostthüringer Schiefergebirge. Diese Böden mit einem hohen Feinerdeanteil und einem hohen Humusgehalt sind unter den vorhandenen Klimabedingungen ertragreich und sicher.cite-ref-2[2]
Nachbargemeinden
Geschichte
Moßbach wurde 1326 erstmals als Mosebach urkundlich erwähnt. Der Name stammt von dem durch Moßbach hindurchfließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war. Der Anger im Ortszentrum deutet darauf hin, dass es sich um eine typische slawische Ansiedlung gehandelt hat.
In Moßbach gab es zwei Rittergüter, das größere der beiden wurde 1699 von dem Adelsgeschlecht von Schütz gegründet. 1923 bewirtschaftete der Pächter Max Schmeißer das Rittergut mit 182 ha. Das andere Gut mit 100 ha leitete Herr Neuenhoff aus Triptis.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten Arbeitskräfte aus Polen auf den Rittergütern Zwangsarbeit leisten.cite-ref-3[3] Beide Güter wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nach den Beschlüssen der sowjetischen Siegermacht und später der DDR widerrechtlich enteignet. Das Land und das Inventar erhielten landarme Bauern und Umsiedler übereignet.
SehenswĂĽrdigkeiten
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt. Nach der Wende fand man neue Formen der Landarbeit. Auch die günstige Lage zur Autobahnabfahrt brachte Investoren in das Dorf.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte MoĂźbach kurzzeitig ĂĽber 900 Einwohner. Nach der Umstrukturierung der Landwirtschaft ging die Einwohnerzahl jedoch stetig zurĂĽck.
Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):
Datenquelle: ThĂĽringer Landesamt fĂĽr Statistik
Verkehr
Der Bahnhof Moßbach (b Neustadt/Orla) lag an der Bahnstrecke Triptis–Marxgrün. Diese ist stillgelegt.
Politik
Wappen
Blasonierung: „Durch einen blauen Wellenfaden geteilt von Silber über Gold; oben ein grüner Pflug und unten ein schwarzer, gold gekrönter und bewehrter Adlerkopf, beseitet von je einer grünen Ähre.“
MoĂźbach hatte ĂĽber circa 40 Jahre ein Wappen, das wohl ein guter Zeichner entworfen hat. Zu DDR-Zeiten wurde es nicht im Siegel gefĂĽhrt. Der Grund war die fehlende heraldische BegrĂĽndung. Es hatte deshalb auch nach der Wende nur symbolischen Charakter. 1999 beauftragte die Gemeinde den Grafiker Manfred Fischer (* 1937) aus GoĂźwitz, fĂĽr MoĂźbach ein neues heraldisch begrĂĽndetes Wappen zu entwerfen, das dann auch vom Gemeinderat beschlossen wurde.
Auf den vorwiegend landwirtschaftlichen Charakter des Ortes verweisen im Wappen der Pflug und die Ähren, während sich der Wellenfaden auf den namensgebenden Bach bezieht. Das Wappen der Schütz von Moßbach zeigt in Gold einen schwarzen Adlerkopf mit goldener Krone, der ins Gemeindewappen übernommen wurde.
Flagge
Die Flagge der Gemeinde ist grün-gelb gestreift und trägt das Gemeindewappen.
In Moßbach geborene Persönlichkeiten
• Joseph Clauder (1586–1653), Kirchenliedkomponist
• Günther Pucher (* 1932), Porzellan- und Keramikdesigner und Wirtschaftsfunktionär in der DDR
Weblinks
Commons
: MoĂźbach
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Gemeinde Moßbach bei der Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-th-11. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich).
cite-note-33. ↑ Norbert Moczarski, Bernhard Post, Katrin Weiß (Hrsg.): Zwangsarbeit in Thüringen 1940–1945. Quellen aus den Staatsarchiven des Freistaates Thüringen (= Quellen zur Geschichte Thüringens. 19). Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, Erfurt 2002, ISBN 3-931426-67-X, S. 258.